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Full text of "Ludendorff, Dr. Mathilde - Ist Gotterkenntnis möglich?"

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Mathilde Ludendorff 


Ist Gotterkenntnis 
möglich ? 


Herausgegeben: 

Weltanschauungsgemeinschaft Gotterkenntnis 
Mathilde Ludendorff e. V. 


Alle Rechte Vorbehalten 

Verlag Hohe Warte - Franz v. Bebenburg KG Pähl 1975 
Gedruckt bei Neckardruck W. Düppel Stuttgart 


£in 230oct 6ec Klärung 
3 um öeutfcben (Ißlaubensringen 


Es liegt in der Unvollkommenheit der Menschen begründet, daß sie jede 
gewonnene Gotterkenntnis mißdeuten und verzerren im Sinne der jeweils 
noch in ihnen herrschenden Enge. So war es auch vorauszusehen, daß die 
Ergebnisse meiner Werke nicht etwa im vollen Umfange von jedem ein¬ 
zelnen aufgenommen und dem tatsächlichen Inhalt gemäß weitergegeben 
werden, sondern daß viele, seien sie nun Überzeugte oder Ablehnende, 
nur einen Teil herausgreifen und ihn überdies noch abändern. Es hängt 
mit dem tiefen Sinn der Selbstschöpfung zusammen, daß eine gewonnene 
Gotterkenntnis den anderen nur Grundlagen zu ihrer Weltanschauung 
geben kann, ihnen überdies lebenswichtige Erfahrungen bieten darf, nicht 
aber zwangsläufig in ihnen allen auch erlebt wird. 

Wenn nun gar diese Gotterkenntnis einem Volke gegeben wurde, das seit 
2000 Jahren vor allem Dogmen oder philosophische Systeme kannte, so 
ist ebenso wenig verwunderlich, daß sie von Anhängern oder Abseitsstehen¬ 
den nun auch für ein derartiges Gebilde gehalten wird. Besonders werden 
alle die Menschen, die noch in einem Dogmenglauben erzogen wurden, 
wenn sie sich von dieser Erkenntnis überzeugt haben, in der großen Gefahr 
stehen, sich den Dogmengläubigen so ähnlich zu verhalten, daß Abseits¬ 
stehende nur zu leicht dem Irrtum verfallen, als habe die Erkenntnis mei¬ 
ner Werke irgendwelche Ähnlichkeit mit einem Dogma. Solche Anhänger 
haben selbst ohne gründliches Studium den Inhalt meiner Werke blind¬ 
gläubig angenommen, so wie sie einst das Christentum annahmen, und 
können nach der Art dieser Aufnahme natürlich auch die Erkenntnis nur 
in einer Weise an andere übermitteln, als sei sie ein Dogma. 

Das Gegenteil aber ist der Fall! Während eine Erkenntnis im Einklang 
mit den Tatsachen bleibt, kümmert sich ein Dogma keineswegs um die 
Wirklichkeit, sondern es stellt Behauptungen über Gott, über die Welt, 
über den Sinn des Todesmuß, über die Seelengesetze der Unvollkommen¬ 
heit, über den Sinn des Menschenlebens und die Bedeutung der Völker und 
Rassereinheit auf, die keineswegs der Wirklichkeit entnommen sind, und 
verlangt blinden Glauben an den Inhalt des Dogmas, unbekümmert um 
alle Widersprüche mit der Tatsächlichkeit. 


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Eine Erkenntnis aber ist gewonnen aus der Tatsächlichkeit, weiß sich 
stets im Einklang mit ihr, will nicht durch blinden Glauben angenommen 
sein, sondern zeigt, wie dies in dem ersten meiner philosophischen Werke 
geschehen ist, eigens den Weg, den der Schaffende zur Erkenntnis schritt, 
damit der einzelne ihn nun auch selbst gehen kann und sich selbständig 
und frei allmählich überzeugt, oder aber den Inhalt ablehnt, weil er sich 
nicht davon überzeugen konnte. So gibt es denn keinen größeren Gegen¬ 
satz als den, welcher tatsächlich zwischen der Erkenntnis meiner Werke 
und einem Dogma besteht. 

Da ferner ein Dogma sich dadurch unter den Menschen durchzusetzen 
sucht, daß es behauptet, der einzige Weg zum Heil, zur Erlösung zu sein, 
so verführt es zwangsläufig seine Anhänger dazu, in einen Dünkel der 
Mehrwertigkeit zu geraten, und dies um so mehr, wenn ein Dogma, wie 
z. B. das christliche, darüber hinaus noch die Verachtung aller Andersgläu¬ 
bigen predigt. Die Erkenntnis meiner Werke ist ihrem Inhalt nach geeignet, 
nicht nur den von ihr Überzeugten, sondern sogar allen Andersdenkenden 
solchen Dünkel auszutreiben; weil aber die Anhänger meiner Werke von 
ihrer Kindheit an meist Christen gewesen sind, so erleben wir das Erstaun¬ 
liche, daß manche in christlichen Dünkel zurückfallen, obwohl sie sich zu 
einer Erkenntnis bekennen, die an Hand der tatsächlichen Seelengesetze 
dem verhängnisvollen Irrwahn des Überlegenheitsgefühls überall entgegen¬ 
tritt. Sie beweisen also, daß sie innerlich der Gotterkenntnis, der ich Wort¬ 
gestaltung zu verleihen versuchte, völlig fernstehen. 

Immer wieder wird in meinen Werken betont, daß der einzelne die Frei¬ 
heit der Wahl seiner Selbstschöpfung voll erhalten sieht und deshalb bei 
jedwedem Wahn und jedweder Erkenntnis, die ihm übermittelt werden, 
nach seinem innerseelischen Entscheid in dem Grade der augenblicklich 
vorhandenen Unvollkommenheit verharren oder herunterkommen oder 
sich veredeln kann und auch die Wahl jedweder Selbstschöpfung noch offen 
sieht. Es würde den Sinn des Weltalls bedrohen, wenn eine übermittelte 
Einsicht zwangsläufig die Seele des Empfangenden in einer bestimmten 
Richtung ändern würde. Weder die Ablehnung jeder Wortgestaltung auf 
dem Gebiete des Gotterlebens, wie sie viele Freigläubige betonen, noch ein 
Dogma, noch ein philosophisches System, noch eine Gotterkenntnis ent¬ 
scheiden etwas über den inneren Wert der einzelnen Menschenseele, die 
sich ihnen zugewandt hat. 

Wenn man nun aber Dünkel und Überlegenheitsgefühle bei Menschen 


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erleben muß, die sich zu meinen Werken bekennen, obwohl diese solchen 
Dünkel als Irrtum eindeutig nachweisen und vor ihm als Gefahr wieder¬ 
holt warnen, so kann man nur von Staunen erfüllt sein über die heiligen 
und unantastbaren Gesetze der Selbstschöpfung, die es möglich machen, daß 
der einzelne Mensch, ohne unwahr sein zu wollen, sich dennoch das Gegen¬ 
teil des Inhaltes der Werke als vermeintlichen Inhalt zusammenstellt. 

Ebenso verfänglich, aber weit verzeihlicher als der Vorwurf, daß die 
Erkenntnis meiner Werke ein Dogma sei, ist die Behauptung, es handle 
sich hier um ein philosophisches System, das dem einzelnen aufgedrängt 
werden solle und welches gerade der Deutschblütige ablehnen müsse, da 
jeder einzelne auf seine Weise Gott erleben wolle. Fragen wir uns doch, 
um zu erkennen, wie unbegründet diese Auffassung ist, was denn das 
Wesen eines philosophischen Systems ausmacht, und wodurch es sich von 
einer Erkenntnis der Tatsächlichkeit unterscheidet. 

Ehe die Gesamterkenntnis der Naturwissenschaft dem Philosophen zur 
Verfügung stand, war er darauf angewiesen, sich mit den gebotenen Teil¬ 
erkenntnissen zu begnügen und sie philosophisch zu deuten. Als Philosoph 
verhielt er sich natürlich nicht wie der Naturwissenschaftler, sondern die 
Sehnucht nach der Gesamterkenntnis, die allein zur Beantwortung der 
letzten Grundfragen befähigt, macht ja den Philosophen aus. So standen 
denn die Philosophen der Vergangenheit in der großen Gefahr - und sind 
ihr mehr oder minder erlegen -, die Lücken der Erkenntnis der Tatsäch¬ 
lichkeit durch ein eigenes Gedankengebäude auszufüllen. Dadurch standen 
ihre Werke nur teilweise in ununterbrochenem Zusammenhang mit der 
Tatsächlichkeit, und es entstand sodann am Schreibtisch das philosophische 
System, ein Gedankenbau, mit Hilfe dessen nun Grundfragen des Lebens 
beantwortet werden, uin so überzeugender für den Leser, je tiefgründiger 
und je schöpferischer der einzelne Philosoph war. 

Schopenhauer war der erste Philosoph, der die Gefahr der Loslösung des 
Philosophen von der Wirklichkeit erkannt und von sich den steten Zu¬ 
sammenhang mit der „Anschauung" der äußeren und der innerseelischen 
Erscheinungswelt verlangt hat. Weil er dies tat, blieb er nicht nur allge¬ 
meinverständlicher, sondern er blieb auch in einer zuvor nie dagewesenen 
Häufigkeit mit der Tatsächlichkeit im Einklang. Daß aber auch ihn die 
große Sehnsucht des Philosophen nach Beantwortung der Grundfragen des 
Lebens noch lockte, stellenweise von der Tatsächlichkeit abzusehen, Lücken 
auszufüllen, läßt sich leicht nachweisen. 


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Hatte z. B. Schopenhauer erkannt, was die Naturwissenschaft erst nach 
ihm als Tatsächlichkeit erwies, daß auch die sogenannte „tote Substanz“ 
(also auch der Stein) Willenskräfte in sich birgt, die sie in Erscheinung 
halten und ihre „Eigenschaften“ verursachen; hatte er die deutlichere Er¬ 
scheinung („Objektivation“) des Willens in den Lebewesen bis hinauf zum 
Menschen als Tatsächlichkeit erkannt, so waren ihm andererseits der Sinn 
der Bewußtheit des Menschen, ebenso wie jener der eingeborenen Unvoll¬ 
kommenheit desselben, ja auch der Sinn des Todesmuß unerforschbar ge¬ 
blieben. In der tiefen Sehnsucht, eine Antwort auf die Grundfrage nach 
dem Sinn des Menschenlebens zu finden, baute er dann unabhängig von 
der Tatsächlichkeit seine Gedankengänge auf über die Überwindung des 
Selbsterhaltungswillens, gab seine Lehren von der Unwandelbarkeit des 
Charakters, seine Abhandlung über die Willensfreiheit und seine Lehre, 
daß Mitleid die einzige Tugend des Menschen sei, und vieles andere, was 
alles durch die Tatsächlichkeit der Seelengesetze leicht widerlegbar ist. So 
ist denn auch das Lebenswerk dieses Philosophen, obwohl er durch die 
Anschauung im Zusammenhang mit der Tatsächlichkeit bleiben wollte, ein 
philosophisches System, das überall da, wo der Einklang mit der Tatsäch¬ 
lichkeit nicht besteht, für andere Menschen eine Zumutung bedeuten kann. 

Wenn nun aber die Naturwissenschaft einen erstaunlichen Gesamtüber¬ 
blick geschaffen hatte, wie unser Geschlecht ihn vorgefunden hat, und jede 
Erkenntnis meiner Werke sich ebenso sehr im Einklang mit der Tatsäch¬ 
lichkeit sieht, wie jene Schopenhauers vom Willen in der sogenannten toten 
Substanz, so weisen diese Werke keine Lücken auf, die nun unabhängig von 
den Tatsachen der Wirklichkeit von dem Verfasser mit Hilfe eines Gedan¬ 
kenbaues überbrückt worden wären, der ihm seine eigene Meinung über 
die Zusammenhänge zu bestätigen geeignet war. Weil eine Gesamterkennt¬ 
nis der Naturwissenschaft vorlag und aus ernstester Einsicht in die ver¬ 
hängnisvolle Gefahr der Aufstellung eines philosophischen Sytems ein 
solcher Gedankenbau über die Zusammenhänge unabhängig von den Tat¬ 
sachen vermieden wurde, so konnte das Gotterleben der Seele in stetem 
Zusammenhang mit der Tatsächlichkeit zu einer Gesamtschau gelangen, 
die nichts anderes ist als enthüllte Wirklichkeit. Diese Gotterkenntnis 
dürfen wir aber ebenso wenig ein philosophisches System nennen, wie wir 
die Gesetze des Kreisens der Gestirne ein naturwissenschaftliches System 
nennen dürften, da sie der Tatsächlichkeit ja entnommen sind. 

Das Gotterleben im Ich nahm Tatsachen der Entwicklungsgeschichte, die 


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die Naturwissenschaft als nebensächlich erachtet hatte, wichtig, erkannte 
sie als unerhört befruchtend für den Einblick in die inneren Zusammen¬ 
hänge der Tatsachen der Entwicklungsgeschichte. Niemals kann eine solche 
Erkenntnis die einzelne Menschenseele in ihrer innerseelischen Freiheit 
oder gar ihre persönliche Eigenart des Gotterlebens bedrohen, wie dies 
im höchsten Maße bei Dogmen, im geringen Maße aber auch bei allen philo¬ 
sophischen Systemen der Fall sein muß. Nur die Wortgestaltung, die die 
Erkenntnisse von dem Verfasser erfahren haben, können da oder dort, 
weil sie natürlich das Gepnäge der Persönlichkeit des Verfassers tragen, 
anderen Menschen „weniger liegen“. Der Inhalt der Erkenntnis aber muß 
gerade den selbständigen und in der Eigenart ihres Gotterlebens ausge¬ 
prägtesten Menschen am willkommensten sein. Betont er doch nicht nur 
die Tatsache der persönlichen Eigenart des Gotterlebens jedes einzelnen 
Menschen, nein, er enthüllt die Bedeutung dieser Tatsachen. Er bezeugt, daß 
der einzelne Mensch, der sich selbst zum Einklang mit dem Göttlichen 
umschafft, nur deshalb würdig ist, solange er lebt, Gottesbewußtsein, oder 
anders ausgedrückt, ein Atemzug Gottes zu sein, weil die Eigenart seines 
Gotterlebens eine einzigartige und einmalige des Weltalls ist. 

Hier hat sich die Überlegenheit der klaren Erkenntnis über das unge¬ 
wisse Ahnen der Seele, ehe sie Erkenntnis erlangte, ganz besonders klar 
gezeigt. Denn wo hätte je in der Vergangenheit der ausgeprägte Wunsch, 
sich diese Eigenart des Gotterlebens zu erhalten, eine so glänzende Recht¬ 
fertigung erfahren, als gerade in meinen Werken, die beweisen, wie innig 
solcher Wunsch mit dem heiligen Sinn des Menschenlebens zusammen¬ 
hängt? 

Aber auch abgesehen von dieser Tatsache ist eine Gotterkenntnis, die sich 
überall im Einklang mit der Wirklichkeit, mit der Tatsächlichkeit sieht, 
völlig unfähig, für irgendeinen Menschen Bedrängnis zu werden, sofern er 
freilich Wahrheit und nur Wahrheit will. (Das aber wollen nur wenige!) 
Weder Dogma noch philosophisches System kann jemals so frei bleiben 
von Eingriffen in das persönliche Gotterleben. Sogar Schopenhauer, der, 
wie wir feststellten, seltener als andere Philosophen der Vergangenheit die 
Übereinstimmung mit der Tatsächlichkeit aufgegeben hat, kann in solchen 
Teilen seiner Werke der Eigenart des Gotterlebens des einzelnen vorgrei¬ 
fen. So wird sich der Leser seiner Werke z. B. förmlich Vorwürfe machen, 
wenn er reiche Erfüllung im Leben findet; er muß fast mißtrauisch werden, 
daß er das Leben etwa zu flach nähme! 


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Wo aber findet sich eine solche Einengung der persönlichen Einstellung 
zum Leben in der Erkenntnis meiner Werke? Zeigt sie nicht, daß bei jed¬ 
weder Art der Einstellung der Mensch zu Gott hinfinden oder gottfern 
werden kann? Wo wird etwas hierfür vorgeschrieben? Wird nicht ganz im 
Gegenteil dasselbe immer wieder unbeschreibbar und nur erlebbar genannt? 
Wird nicht die Einzigart und Andersart, die sich besonders beim schaffen¬ 
den Künstler durch das Werk sichtbar verrät, als Mannigfaltigkeit des 
Gotterlebens wieder und wieder begrüßt? Wird nicht das Aussterben von 
Völkern als eine Verarmung der Mannigfaltigkeit des ererbten Gotterle¬ 
bens einer Rasse beklagt? 

Ein Verfasser, der die Mannigfaltigkeit des Gotterlebens der Völker 
ebenso hoch wertet wie die persönliche Eigenart, wird sein eigenes Gott¬ 
erleben nur neben das eines Brahms und Beethoven oder eines anderen 
stellen, kein anderes verdrängen und erst recht dem Leser das Seine nicht auf¬ 
reden wollen. Eine Gotterkenntnis macht auf diesem Gebiete persönlichen 
Erlebens ebenso wenig Vorschriften, wie etwa die naturwissenschaftliche 
Erkenntnis der Gesetze des Kreisens der Gestirne. Aber sie hat vor der 
letzteren einen gewaltigen Vorzug, weil sie Antwort auf die Grundfragen 
des Lebens gibt, die im Einklang mit den Tatsachen der Wissenschaft und 
mit den Gesetzen der Seele stehen, und eine Weltanschauung übermittelt, 
die Menschen zur Gotterhaltung in sich und im Volke befähigt, und vor 
allen Dingen moralische Wertungen gibt, die die Volkserhaltung sichern, 
ohne die Eigenart des Gotterlebens des einzelnen einzuengen. 

Wenn die Gegner oder viele wertvolle Abseitsstehende ohne Vorein¬ 
genommenheit meine Werke „Des Kindes Seele und der Eltern Amt“ und 
„Die Volksseele und ihre Machtgestalter“ einmal zur Hand und sich die 
Zeit nehmen würden, zu prüfen, wie viel unermeßlich wichtige Tatsachen 
für die Erhaltung des einzelnen und des gesamten Volkes hier geboten 
werden konnten, weil die Erkenntnisse der vorangegangenen Werke hier 
angewandt sind, dann würden sie sich der Tatsache nicht verschließen 
können, daß eine solche Erkenntnis dem einzelnen und dem Volke Wich¬ 
tiges bieten kann, was das Gotterleben des einzelnen (allein und an sich) 
nicht erreichbar macht. 

Niemand kann tieferes Verständnis für den Ruf gerade der Selbständi¬ 
gen und Tiefdenkenden unseres Volkes: „Zerstöre mir meine Kreise nicht“, 
haben als ich und sich die daraus geborene Abneigung erklären, einer 
solchen Gesamterkenntnis näher zu treten. Wenn aber ein Vorurteil sich 


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festsetzt, als ob diese Werke, nur weil sie Gotterkenntnis geben, das Zwie¬ 
gespräch der einzelnen Seele mit dem Göttlichen in seiner ganzen persön¬ 
lichen und köstlichen Eigenart bedrängen wollten, und man versäumt, sich 
vom Gegenteil zu überzeugen, dann wird dies Verhalten zum großen 
Unrecht, besonders deshalb, weil so Wesentliches für die Lebenserfahrung 
des Volkes auf dem Spiele steht. 

Neben jenen, die meine Werke derart mißverstehen oder mißverständ¬ 
lich übermitteln, melden sich andere, die ihnen einen anders gearteten 
Vorwurf machen. Sie verwechseln nicht mehr mit Dogmen oder philoso¬ 
phischen Systemen; aber sie machen ihnen den Vorwurf, sie seien Über¬ 
griffe der Vernunft, seien Nichtachtung der Kant’schen Lehre von den 
Grenzen der Vernunft: Kant hätte ja gerade bewiesen, daß es eine Gott¬ 
erkenntnis niemals geben könne. 

Wo in meinen Werken habe ich die Grenzen der Vernunft überschritten? 

Wo habe ich der Vernunft gestattet, auf dem Gebiete des Wesens der 
Erscheinungen sich Vorstellungen oder Begriffe zu bilden? 

Wo in meinen Werken hätte ich je das Wesen der Erscheinung in Raum, 
Zeit und Kausalität eingeordnet? 

Zu der Erkenntnis konnte ich nur gelangen, weil ich die Grenzen der 
Vernunft innehielt. Aber wie wird doch Kant mißverstanden! 

Kant hat gesagt, daß die Vernunft sich keine Vorstellungen und Begriffe 
von Gott machen kann, aber er hat wohl gewußt, daß das Ich der Men¬ 
schenseele Gott erleben kann. Haben denn alle diese Menschen, die mir das 
vorwerfen, nie gehört, daß derselbe Kant, der es als Übergriff der Vernunft 
bezeichnet, sich Gottesvorstellungen und Gottesbegriffe zu bilden, aus¬ 
spricht, daß der Sternenhimmel über uns und das moralische Gesetz in uns 
mit um so größerer Bewunderung sein Gemüt erfüllen, je mehr er darüber 
nachdenke. 

Was anders könnte denn Bewunderung und Gemütsbewegung hier erle¬ 
ben, als das Ich der Menschenseele, welches die Wesenszüge Gottes, die in 
den unerbittlichen Gesetzen der Sternenwelt und in dem moralischen Gesetz 
der Seele Erscheinung geworden sind, erkennen kann, weil es Gottahnen oder 
gar Gotterleuchtung in sich erlebt. Der Mensch, der dieses Gotterleben in 
seinem Ich verkümmern ließ, der sich ganz dem Erkenntnisorgan der Er¬ 
scheinungswelt: der Vernunft, und der Lustgier und Leidangst seines Selbst¬ 
erhaltungswillens unterworfen hat, erlebt doch keineswegs Bewunderung 


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oder Gemütsbewegung aus solchem Anlaß! Er hat sich das zweite Erkennt¬ 
nisorgan der Seele, welches das Wesen aller Erscheinung erleben kann, 
geraubt, weil er das Gotterleben in sich erstickte. Daran wird die Tatsache 
wohl am leichtesten erkannt, daß die Vernunft des Philosophen Kant nicht 
der Anlaß solcher Bewunderung und Gemütsbewegung war. Sie stellt in 
klarer Denkarbeit an Hand der Wahrnehmungen fest, daß die Sterne sich 
nach unerbittlichen Gesetzen bewegen und daß auch in der Seele des Men¬ 
schen eine Richtkraft seines Handelns lebt. Aber sie stellt das ebenso nüch¬ 
tern fest, wie das Gefrieren des Wassers bei Kälte und sein Verdampfen bei 
der Erhitzung. 

Nehmen wir noch ein anderes Beispiel, urn zunächst zu beweisen, daß 
neben der Vernunft, die sich über das Göttliche keine Vorstellungen und 
Begriffe bilden kann und deren Versuche, dies zu tun, zu Irrtum führen 
müssen, in unserer Seele ein zweites, geeignetes Erkenntnisorgan wohnt, 
welches Gott zu erkennen vermag: Der Mensch erlebt in seinem Ich den 
Willen zum Schönen. Er erkennt in der Umwelt Erscheinungen als schön, 
andere als unschön. Seine Vernunft müht sich vergeblich, diesen Wunsch 
zum Schönen zu „definieren”; sie kann ihn nur umschreiben. Aber sein 
zweites Erkenntnisvermögen, sein Ich, erlebt die Erfüllung des Willens zum 
Schonen und erkennt das Schöne als einen Wesenszug Gottes oder des Gött¬ 
lichen, kann also das Wesen aller Erscheinung erkennen. 

Ganz das gleiche trifft auch für alles übrige Gotterleben im All zu. 
Durch den Gleichklang dieses Erlebens mit Erscheinungen des umgebenden 
Weltalls oder mit Äußerungen anderer Menschenseelen wird im Ich das 
zunächst nur Geahnte klarer bewußt. Es wird da und dort zum Gotterken¬ 
nen geklärt. Freilich, solange Wahrnehmung und Vernunft dem Ich nur 
über Einzelerscheinungen Meldung geben, bleibt es auch nur bei solchem 
einzelnen Erkennen von Wesenszügen Gottes, und neben ihnen kann der 
schlimmste Wahn, der größte Irrtum Platz greifen. Ja, das ist sogar wahr¬ 
scheinlich; denn wie meine Werke das nachweisen, ist der Mensch im 
Bewußtsein, solange er unvollkommen ist, abhängig von Lustgier und Leid¬ 
angst seines Selbsterhaltungswillens, und in dessen Dienst sucht deshalb die 
Vernunft solche Einzelerkenntnisse des gotterleuchteten Ichs umzudeuten 
und mit Wahn zu mischen, 

Wie sehr das Ich der Menschenseele aus allem, was Wahrnehmung und 
Vernunft ihm übermitteln, das Gottgleichnis, die Sprache des Göttlichen, 
zu erkennen trachtet und auch zu erkennen vermag, das wird uns am leich- 


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testen bewußt, wenn wir andere Völker betrachten; wenn uns also eine 
uns selbst ungewohnte Eigenart solchen Erkennens gezeigt wird. 

Der in Usambara in Ostafrika eingeborene Neger schöpft wie alle Völ¬ 
ker, die man nicht künstlich durch Offenbarungslehren verwirrt hat, vor 
allem aus der Natur sein Gotterkennen, aber er tut es gemäß der Eigenart 
seines Rasseerbgutes. Seine Vernunft könnte dies von sich aus ebensowenig 
wie die anderer Menschen. Sie versucht Gesetze der Erscheinungswelt zu 
erfassen, aber das gotterfüllte Ich verwertet ihre Erfahrungen über diese 
Erscheinungen und wählt jene aus, die Bildsprache Gottes sind. Er macht 
sich hierdurch das Wesen aller Erscheinung klarer bewußt und weckt das 
göttliche Wünschen in seinem Ich zur stärkeren Wachheit. So schafft auch 
der Neger sich Gotterkennen aus der Natur als dem Bildgleichnis Gottes. 
Er hat also das Ergebnis seiner beiden Erkenntnisorgane vereinigt, hat „Syn¬ 
these“ geschaffen zwischen seinen Wahrnehmungen und den Schlußfolge¬ 
rungen seiner Vernunft einerseits und dem Gotterleben in seinem Ich an¬ 
dererseits. 

Auf diese Weise gelangte der Neger z. B. zu der tiefen Weisheit, daß 
alle Pflanzen und Tiere eine Seele haben wie der Mensch. Die Beobachtun¬ 
gen über diese Lebewesen, die seine Wahrnehmung und seine Vernunft ihm 
verschaffen, verwertet er nun, um Wesenszüge des Göttlichen, die sein Ich 
erlebt, in der Natur bestätigt zu sehen und seinem Volke als Vorbild hinzu¬ 
stellen. Sieht er z. B. den Mulungu-Baum (Paternostererbsenbaum nennen 
ihn die Deutschen), der mit seinen farbenprächtigen Blüten und leuchten¬ 
den Früchten den Willen zur Schönheit im Neger befriedigt, und sieht er, 
daß dieser Baum zugleich, dank seiner festen Rinde, befähigt ist, den Ge¬ 
fahren der Steppenbrände zu trotzen, denen andere Bäume erliegen, so gibt 
sein zweites Erkenntnisorgan, das gotterleuchtete Ich, solchem Erkennen 
der Vernunft die Antwort. Es vermag einen Einklang dieser Eigenschaften 
des Mulungu-Baumes mit dem göttlichen Wollen zu erkennen. So wird er 
ihm zur Gottessprache, zum Gottgleichnis. Nur weil er selbst in seinem 
Ich den göttlichen Willen zur Schönheit und zur kraftvollen Überwindung 
der Gefahren erlebt, sagt er nun: „Ich will ein Mulungu sein!“ Sieht er 
dann, wie die Würgefeige diesen schönen, stolzen, starken Baum erwürgt, 
indem sie ihn umschlingt, aus seinem Stamm die Nahrung heraussaugt und 
ihn endlich erstickt, dann erlebt sein Ich den Gegensatz des göttlichen 
Wollens zu solchem Verhalten. Die Würgefeige dient also auch dazu, das 


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göttliche Wollen in ihm zu erstarken, und er gibt nun seinem Volke das 
Leitwort: „Ich will keine Würgefeige werden.“ 

Weil er die Sprache Gottes zu erkennen wußte, kann also nun sein Wort 
auch dazu helfen, in allen Volkskindern Abscheu vor der Selbstsucht zu 
wecken, die nicht für sich selbst um die Erhaltung kämpft, sondern 
schmarotzend Volksgeschwister abwürgt. Sieht er endlich die Kwemme, 
eine Nußart, und berichtet ihm seine Vernunft den Nutzen, den die 
Ranke der einen Kwemme für die andere bietet, der sie ein Halt zum 
In-die-Höhe-klettern wird, so erkennt das gotterfüllte Ich in dieser Pflanze 
ein Bildgleichnis göttlichen Wollens, welches es in sich erlebt, und das 
Mahnwort wird zum Gottwecker in seinem Volke: „Wir wollen Kwemmen 
sein, wir helfen einander, in die Höhe zu kommen.“ 

In sinnvoller Auslese, die das gotterfüllte Ich trifft, können also die Er¬ 
scheinungen des Weltalls der Weg zum Gotterkennen werden. 

Wie wenig aber hier die Vernunft, das Erkenntnisorgan der Erschei¬ 
nungswelt, selbst zum Gotterkennen führte, zeigt die Auswahl, zeigt die 
Art der Bewertung des Mulungu-Baumes, der Würgefeige und der Kwemme, 
die nur dank des Erlebens der göttlichen Wünsche möglich ist. Auch die 
Art und Weise, in welcher der Neger solches Gotterkennen seinen Volks¬ 
geschwistern weitergibt, beweist, daß sein Ich zum Erkennen Gottes, des 
Wesens aller Erscheinung, fähig ist. Denn nicht wie gottfernere Lehrer, die 
sich von dem unmittelbaren Wege des Gotterkennens aus der Natur ab¬ 
wandten und ihrer Vernunft als Offenbarungen Gottes trauten, gibt er 
nun Gebote „Du sollst ein Mulungu-Baum sein, Du sollst keine Würge¬ 
feige werden, Wir sollen Kwemmen sein“, nein, seine Mahnworte heißen 
„Ich will dies werden und jenes nicht“; und handelt es sich um ein volks¬ 
erhaltendes Verhalten, nun, so lauten sie: Wir wollen Kwemmen sein.“ 
So errichtet der Neger hier dem Willen zum Gutsein keine trennenden 
Mauern, Zwang und Strafe greifen nicht über auf die Gebiete des göttlichen 
Wollens. Fürwahr, er hat einen Wesenszug des Göttlichen erkannt, der 
unserem Volke zwei Jahrtausende hindurch geraubt wurde, weil der Befehl 
und die Strafe nicht auf die Erfüllung des Sittengesetzes beschränkt blieben. 

Aber dies Erkennen Gottes durch die Vereinigung der Vernunfterkennt¬ 
nis mit jener des gotterfüllten Ichs ist bei dem Neger nicht zu einer Gesamt¬ 
erkenntnis geworden, sondern macht ihn nur mit einzelnen Wesenszügen 
des Göttlichen vertraut, machte ihn also nicht fähig, auf die großen Grund¬ 
fragen des Lebens eine klare Antwort zu geben. Es fehlte hierzu die Vor- 


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aussetzung: die Gesamterkenntnis der Naturgesetze durch die Forschung. 
So konnte sich denn auch dicht neben den erschütternden Strahlen der 
Erleuchtung, ganz wie bei unseren Ahnen und allen Völkern der Erde, 
Irrtum und Wahn breitmachen. Die Fragen nach dem Sinn des Lebens, 
dem Sinn des Todesmuß, nach dem Schicksal der Menschenseele, dem 
Sinne ihrer Unvollkommenheit und die Frage nach den Lebensgesetzen des 
Volkes wurden nun gar zu oft von der Vernunft allein beantwortet; aber 
noch nicht einmal von ihr in unbeeinflußter Weise: Der lustgierige und 
leidfürchtende Selbsterhaltungswille des unvollkommenen Menschen stellte 
die Vernunft in seinen Dienst, und so gab sie auf jene Fragen die Antwor¬ 
ten, die Glück verheißen, Leid bannen sollten. Ja, sogar Strahlen der Er¬ 
leuchtung konnten auf diese Weise verzerrt werden und wurden geradezu 
Verführer zur Wahnlehre. So trieb der lustgierige, leidfürchtende Selbst¬ 
erhaltungswille die Vernunft des Negers dazu an, jene Weisheit zu mi߬ 
brauchen, daß Pflanzen und Tiere auch Seelen haben. Sie sollten ihn vor 
Leid schützen, ihm Glück sichern. Er ersann Kulte, begann diesen Seelen 
im Götzendienste zu opfern, um sie zu versöhnen. 

Das gleich erschütternd ernste Bild bieten uns alle Völker der Erde. 
Solange die Vernunft das Gebiet ihres Erkennens nicht durchforscht hat 
und nur Teileinblicke in die Gesetze aller Erscheinungen des Weltalls gibt, 
ist dies Schicksal nicht zu umgehen, ja, es droht ewig wegen der Unvoll¬ 
kommenheit der meisten Menschen. 

Wie anders aber kann das Ergebnis der Synthese, das heißt also der Ver¬ 
einigung der Vernunfterkenntnis und der Icherkenntnis, werden, wenn die 
Forschung der Vernunft zu einem Abschluß dadurch kommen konnte, daß 
das Wissen eines Geschlechtes dem kommenden weitergegeben wurde, das 
dann wiederum in dem heiligen Forschen nach Wahrheit fortfuhr! Welche 
Fülle der Einsicht in die Gesetze der Erscheinungen werden hier dem gott¬ 
erlebenden Ich übergeben, wenn nicht nur die dem Auge sichtbare, nein, 
auch die ihm unsichtbare Welt durch Hilfsmittel des Auges wahrgenommen 
und dem Denken der Vernunft übermittelt werden; wenn die Physik die 
Kräfte, die Chemie die chemischen Verbindungen durchforscht hat, und 
wenn die anderen Naturwissenschaften die Gesetze des Seins und des Wer¬ 
dens der Gestirne und aller Lebewesen in unermüdlicher Forschung über¬ 
blicken lernten! Ist dann das gotterlebende Ich so wach wie das jenes 
Negers, als er - Tier und Pflanzen mit sich vergleichend - zum ersten Male 
deren Beseeltheit feststellte, oder wie das Schopenhauers, als er erkannte, daß 


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im Stein ein Wille ist, nun so muß auch das gotterfüllte Ich mehr als nur 
einzelne Teilerkenntnisse über Gott und seine Erscheinung, das Weltall, 
gewinnen können. Nur seelische Blindheit, nur eine Abstumpfung gegen¬ 
über den Tatsachen, die die Wissenschaft uns enthüllt hatte, konnte es 
geschehen lassen, daß die Vernunfterkenntnisse der Naturwissenschaft im 
19. Jahrhundert zunächst geradezu das Gegenteil, nämlich Gottleugnung 
auslösten! 

Hatten die Naturwissenschaftler des vergangenen Jahrhunderts die außer¬ 
ordentliche Bedeutung mancher Tatsachen der Entwicklungsgeschichte völ¬ 
lig übersehen, weil sie allzusehr vernunftbefangen waren und geglaubt 
hatten, die Kantsche Lehre von den Grenzen der Vernunft hätte für sie 
gar keine Wichtigkeit: nun, so mußte ein Mensch, der sein Gotterleben 
nicht von ihren Lehren ersticken ließ und sein Ohr auch den Erkenntnissen 
der Philosophen Kant und Schopenhauer geliehen hatte, eine andere Ant¬ 
wort auf den Gesamtbau der Naturwissenschaft geben können! Die Ver¬ 
nunft durfte sich bei ihm keine Übergriffe erlauben, wurde aber auch aus 
ihrem Bereiche nicht verdrängt oder unterschätzt, und so beschränkte sich 
denn die Schau des zweiten Erkenntnisorganes, des Ichs, nicht nur auf ein 
Einzelerkennen eines Wesenszuges Gottes. Die Tatsachen der Wissenschaft 
konnten ihre Deutung erfahren, ja, offen vor den Augen lagen mir dann 
auch die Gesetze des Werdens und Vergehens, lag der Sinn des Menschen¬ 
lebens, des Todesmuß, der eingeborenen Unvollkommenheit, der Gesetze 
der Menschenseele, das Werden und die Eigenart der Kinderseele, die 
Gesetze, nach denen die Volksseele in dem einzelnen Menschen wirkt und 
gefährdet werden kann. 

Damit war nun der Weg der Gotterhaltung in der Einzelseele und im 
Volke erkennbar. Der Schutz vor fahrlässigem Völkermord ist eine der 
Früchte solcher Erkenntnis, die es rechtfertigen, daß man sie weiten Kreisen 
des Volkes zu übermitteln trachtet. Auch klare moralische Wertungen auf 
allen Gebieten des Volkslebens und Einzellebens mußten sich aus diesem 
Erkennen von selbst ergeben. Sie konnten nun in meinen Werken in 
gleicher Festigkeit und Sicherheit jenen Morallehren der Offenbarungs¬ 
religionen gegenübergestellt werden, die sich ihre Sicherheit und Festigkeit 
trotz aller ihrer Widersprüche zur Tatsächlichkeit aus dem Wahne herleiten, 
unmittelbare Gottoffenbarung in ihren Dogmen zu besitzen. 

Frei von allen Vernunftübergriffen auf das Gebiet des zweiten Erkennt¬ 
nisorganes, des gotterfüllten Ichs, ist diese Erkenntnis, niemals macht sie 


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Lustgier und Leidangst Zugeständnisse, wie die Religionen der Völker dies 
tun. Ebenso wie jedes Werk eines Forschers dies sein muß, wenn es Er¬ 
kenntnis bringen will, ist es allein beherrscht von dem Willen zur Wahr¬ 
heit, d. h. also von jenem Willen nach Übereinstimmung von Behauptung 
und Tatsächlichkeit. Alle jene Religionen, denen die Völker anhängen, sind 
von dieser Erkenntnis als plumpe oder verfeinerte Glückslehren enthüllt. 
Ihre Gottvorstellungen und Gottesbegriffe sind ebenso wie die Gottleug¬ 
nungen der Atheisten als Übergriffe der Vernunft auf das Gebiet des zwei¬ 
ten Erkenntnisorganes der Seele gekennzeichnet. Ja, auch alle Versuche, die 
göttlichen Wünsche, die das Ich der Menschenseele erlebt und welche alle 
Fähigkeiten des Bewußtseins überstrahlen möchten, also den Willen zum 
Guten, zum Schönen, zum Wahren und zum göttlich gerichteten Fühlen zu 
„definieren“ (wie dies sogar der gottwache Schiller in bezug auf den Willen 
zum Schönen noch versucht hat), sind von ihr als Übergriff der Vernunft 
auf das unbeschreibbare, nur erlebbare Gotterleben des Ichs erwiesen. 
Einzig der Umstand, daß diese Gotterkenntnis auch anderen Menschen 
durch Wortgestaltung übermittelt werden kann, war Anlaß, das gewaltige, 
mit dieser Gesamterkenntnis gepaarte Gotterleben gleichnishaft anzudeu¬ 
ten und einen matten Abglanz mit der Erkenntnis in den Werken zu über¬ 
mitteln. 

* 

Im Vorstehenden habe ich, soweit dies in wenigen Worten und allgemein 
verständlich möglich ist, gezeigt, 

daß der Inhalt meiner philosophischen Werke seinem Wesen nach das 
Gegenteil eines Dogmas ist, 

daß er kein philosophisches System ist, weil er nirgends den Einklang 
mit der Tatsächlichkeit aufgibt, und 

daß er entweder aus einer Tatsache der Erscheinungswelt oder aus einer 
innerseelischen Tatsache schöpft. Ich habe aber auch gezeigt, daß er die 
Grenzen der beiden Erkenntnisorgane der Menschenseele innehält und 
somit auch das ganze Gebiet der persönlichen Eigenart des Gotterlebens 
frei hält von jedwedem Übergriff und jedweder Vorschrift. 

Daß wir Gott erkennen können, beweist uns das eigene Leben und der 
Glauben aller Völker in überreichlichem Maße, und ich erwähnte mit Ab¬ 
sicht Beispiele aus dem Negervolke, auf das die entwurzelten Christen¬ 
völker gewöhnlich in Dünkelhaftigkeit herabblicken. Wenn jemand be¬ 
streitet, daß es ein Gotterkennen gibt, so befindet er sich im Gegensatz zu 


15 


den Tatschen, die jeder gottwache Mensch in sich erlebt, die jedes wahre 
Kunstwerk mit überwältigender Klarheit kündet. Was ihm an dem Inhalt 
meiner Werke also nur ungewohnt sein kann und was ihn zu dem Irrwahn 
verlockt, daß die Grenzen der Vernunft ein Gotterkennen unmöglich 
machten, ist nur der Umstand, daß die Gotterkenntnis meiner Werke über 
das Einzelerkennen früherer Zeiten zu einer Gesamterkenntnis gelangt ist, 
die sich im vollen Einklang mit der Tatsächlichkeit befindet und die Grund¬ 
fragen des Lebens daher beantworten konnte. Gott mit der Vernunft zu 
begreifen, ist unmöglich; Gott durch die Synthese des Gotterlebens in uns 
mit dem Wissen der Vernunft zu erkennen, ist dagegen möglich. 

Gesamterkenntnis der großen Grundfragen des Lebens wurde in unserer 
Zeit möglich, weil die Naturforschung bis zu den Grenzen der Erschei¬ 
nungswelt gelangt war und die Philosophie das Gebiet, auf dem Vernunft 
allein angewandt werden darf, erkannt hatte. 

Wüßte ich selbst nichts von dem Schwergewicht solcher Erkenntnis, die 
allen Widerständen und allem Gegenkampfe zum Trotz den kommenden 
Geschlechtern zur Grundlage ihres Lebens übermittelt ist, so wäre ich 
wahrlich nicht wert, das Erlebnis gehabt zu haben, das mit diesem Schaffen 
verbunden war. So würde ich denn auch all die Mißverständnisse, die ja nur 
zu begreiflich sind und von mir auch vorausgewußt waren, ohne ein Wort 
der Antwort lassen, wenn nicht diese Werke auch von ernster Wichtigkeit 
für die Heimkehr zum arteigenen Gotterleben wären. 

Vor allem sind es die Tatsachen, auf die ich in den letzten Teilen meines 
Werkes „Die Volksseele und ihre Machtgestalter“ hingewiesen habe, die 
mir die Verantwortung auferlegen, diese kleine Schrift zu schreiben. Ich 
habe dort unter den Todesgefahren der Völker vor allem die Rasse¬ 
mischung genannt und im einzelnen nachgewiesen, wie sehr der einzelne 
Mensch dadurch der treuen Beratung aller seiner Fähigkeiten des Bewußt¬ 
seins durch das Rasseerbgut im Unterbewußtsein beraubt wird. Der Rasse¬ 
mischling ist nicht mehr so „instinktsicher“, wie man das gewöhnlich nennt, 
wie der rassereine Mensch, der sehr oft im Leben unter dem Rat der 
Volkseele steht. Alle die Gefahren, die hier drohen, müßten unsere Volks¬ 
geschwister kennen lernen, wenn sie in ihrer Freude der Heimkehr zum 
arteigenen Gotterleben nur allzu häufig Fremdwerk mit Rassetümlkhem 
verwechseln, einmal, weil sie solange im Glauben entwurzelt waren, und 
zum anderen, weil sie nicht mehr rasserein und deshalb nicht mehr „in¬ 
stinktsicher“ sind. So kann ich denn nur den innigen Wunsch haben, daß 


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sie sich Kenntnis dieser ernsten Gesetze verschaffen, die ich in meinen 
Werken nachgewiesen habe. 

Aber noch ein anderer, weit wesentlicherer Grund hat mir die Feder in 
die Hand gedrückt. Meine Werke haben eine besonders ernste Bedeutung 
für unsere Tage gewonnen. Schon manchmal seit der Verfremdung durch 
die Christenlehre erwachte das Rassebewußtsein in den Deutschen; aber 
immer erlagen sie dann der Gefahr des Rassedünkels, dem Wahne der 
Mehrwertigkeit der nordischen Rasse vor anderen dieser Erde. Dieser 
Wahn ist so gefährlich, weil er so leicht eine Bestätigung finden kann durch 
die Tatsache, daß das Rasseerbgut im Vergleich zu manchen anderen Rassen 
ein gottnahes ist. Erst durch die Seelengesetze, die in meinen Werken „Des 
Menschen Seele“, „Selbstschöpfung“ und „Die Volksseele und ihre Macht¬ 
gestalter“ enthüllt sind, können der wahre Kern in diesem Wahne der 
Mehrwertigkeit bestätigt, aber die unseligen Schlußfolgerungen widerlegt 
werden. 

Ich habe gezeigt, daß jedes ererbte Gotterleben der Rasse einem Irrtum 
und einer Wahrheit über die Menschenseele seine Entstehung verdankt. 
Hierdurch und durch andere wunderbare Gesetze der Menschenseele ist es 
nun erreicht, daß jeder einzelne Mensch unbekümmert um Wert oder 
Unwert seines Rasseerbgutes sich nach seinem freien Entscheid nach jeder 
Richtung hin umgestalten kann. Er kann verkommen und verkümmern, 
wenn er sich an den Irrtum seines Rasseerbgutes hält, und er kann sich 
veredeln, ja zur Vollkommenheit sich umschaffen, wenn er die Wahrheit 
aus seinem Rasseerbgut zum Leitstern erwählt. 

Die Zugehörigkeit zu einer Rasse bestimmt also gar nichts über Wert 
oder Unwert des einzelnen Vertreters einer Rasse. Jedem stehen die Wege 
zum Verkommen, ja, zum Seelenselbstmord, aber auch jene zu Gott hin 
offen. Auch der Grad seiner Begabung oder sonstige persönliche Eigenart 
kann ebenso wie das Rasseerbgut nur die Art und Weise seiner Wege zu 
Gott hin oder von Gott fort bestimmen. Aus diesen Tatsachen ist zum 
erstenmal der Dünkel der Mehrwertigkeit der einzelnen Vertreter einer 
Rasse wegen ihrer Rassezugehörigkeit wirklich widerlegt; denn ein Irrtum 
ist erst dann überwunden, wenn der wahre Kern (hier die Gottnähe des 
Rasseerbgutes) von dem Wahne den Tatsachen entsprechend gesondert ist. 
Da nun andererseits der Rassedünkel dem einzelnen zur Blindheit gegen 
persönliche Mängel und Schwächen verführt, kann ein ganzes Volk durch 
ihn allein schon in den Untergang gepeitscht werden. Was wunder, daß 


17 


dann der Wunsch besteht, die Erkenntnisse meiner Werke den zum Rasse¬ 
bewußtsein erwachenden, aber dem Rassedünkel verfallenden Volksge¬ 
schwistern zu übermitteln. 

Noch ein dritter Anlaß stärkt diesen Wunsch. Weltenwende ahnen so 
viele in unseren Tagen; aber sie sehen nicht klar, worin sie denn bestehen 
kann, wodurch allein sie veranlaßt wird. Sie stellen mit Recht fest, daß das 
Christentum mit einem Morden ohnegleichen, mit gewaltrünstigen Hand¬ 
lungen, die nichts anderes als Verbrechen an der Freiheit des Gotterlebens 
waren, in unserem Volke eingeführt und aufrecht erhalten wurde. Aber 
sie erkennen nicht die ernsten Gesetze, die den Vertretern der Offenba¬ 
rungsreligionen ein leichtes Übergewicht gerade über die Völker der nor¬ 
dischen Rasse und anderen Rassen mit ähnlichem Rasseerbgut gewinnen 
ließen. 

Die Gottnähe des Rasseerbgutes behütet diese Rassen mehr vor den Ver¬ 
nunftübergriffen auf dem Gebiete des Gotterlebens. Sie ahnen auch deut¬ 
licher, was und wie viel ihnen zur Erkenntnis noch fehlt. So haben sie 
niemals Dogmen aufgestellt, niemals die Meinungen einzelner als Offen¬ 
barungen angebetet, sondern sie verlangten unerbittlich, Einklang mit der 
Tatsächlichkeit durch Forschung in der Erscheinungswelt allmählich zu 
erreichen. In den vergangenen Jahrtausenden gingen denn die Forscher 
diesen stillen Weg zur Wahrheit, unbekümmert um alle Bedrohung und 
Gewaltakte von seiten des herrschenden christlichen Priesters. Aber auf 
dem Gebiete des Gotterkennens blieb es in diesen Völkern mit Recht bei 
dem Gottahnen der Vorzeit. Nur ein unbestimmtes Gefühl, daß die mora¬ 
lischen Wertungen, die das Christentum ihnen aufdrängte, nicht richtig 
seien, daß die Gottvorstellungen irrig seien, äußerten die Zweifler den 
Dogmengläubigen. Die durch den Wahn von unmittelbaren Offenbarungen 
Gottes so sicheren Christen aber stellten ihre festen Wertungen an das 
Leben auf, während die Ungläubigen nirgends klare Deutungen vom Sinne 
des Menschenlebens, vom Sinne des Todesmuß, von Gesetzen der Seele 
entgegenstellen konnten. Das war ein Grund des Übergewichts der Rassen, 
die Dogmenglauben lehren! In den beiden letzten „Jahrhunderten der 
Aufklärung“ z. B. drohte den Deutschen nicht mehr Mord, und dennoch 
konnte das Christentum sich halten, obwohl seine Lehren durch die For¬ 
schung längst widerlegt waren. Es konnte keine Erkenntnis entgegenge¬ 
stellt werden, die allein in der Lage ist, ebenso sichere, aber nun mit den 


18 


Tatsachen übereinstimmende Antworten zu geben auf die genannten Fra¬ 
gen. 

Erst in dem Augenblick, da dies nun möglich ist, sind die Rassen, die uns 
verwandt sind, und wir selbst vor dem Übergewicht der Dogmen geschützt 
für alle Zukunft. Ja, da wir dank unserer Gotterkenntnis eine Fülle von 
Tatsachen enthüllen, während die Dogmen mit den Tatsachen im Wider¬ 
spruch stehen, so ergibt sich nun ein erfreuliches Übergewicht unserer Rasse 
über die Dogmen. 

Wenn aber heute die rassisch Erwachten glauben, eine solche Erkenntnis 
übergehen zu müssen und sich mit den unbestimmten Ahnungen als Ant¬ 
worten auf die Grundfragen des Lebens wieder begnügen zu dürfen, wie 
ihre Vorfahren dies in der Einsicht fehlender Erkenntnis taten, so entschei¬ 
den sie also nicht etwa über ihre einzelne Person allein - das wäre ihre 
eigene Sache sondern über das Schicksal ihres Volkes. Das ist eine Tat¬ 
sache, die mich vor allem anderen zur Klärung der Mißverständnisse ver¬ 
anlaßt hat. 

(geschrieben 1934) 


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Die philosophisdien Werke Mathilde Ludendorffs 

Triumph des Unsterblichkeitwillens 
49.-50. Tsd., 426 S., engl. Ausgabe 450 S, 

Volksausgabe Auflage 1973, 1.-2. Tsd., 328 S. 

Der Seele Ursprung und Wesen 

1. Teil: Schöpfungsgeschichte 

21. -22. Tsd., 160 S., 10 Abb 

2. Teil: Des Menschen Seele 

22. -24. Tsd., 292 S. 

3. Teil: Selbstschöpfung 
10.-13. Tsd., 285 S. 

Der Seele Wirken und Gestalten 

1. Teil: Des Kindes Seele und der Eltern Amt 

Eine Philosophie der Erziehung, 23.-24. Tsd., 475 S. 

2. Teil: Die Volksseele und ihre Machtgestalter 
Eine Philosophie der Geschichte, 13.-14. Tsd., 516 S. 

3. Teil: Das Gottlied der Völker 

Eine Philosophie der Kulturen, 10.—11. Tsd., 462 S., 

Das Jenseitsgut der Menschenseele 

1. Teil: Der Mensch das große Wagnis der Schöpfung 

1. -2. Tsd., 281 S. 

2. Teil: Unnahbarkeit des Vollendeten 
1.-2. Tsd., 300 S. 

3. Teil: Von der Herrlichkeit des Schöpfungszieles 
1.-2. Tsd., 380 S. 

In den Gefilden der Gottoffenbarung 
1.-2. Tsd., 370 S. 

Der Siegeszug der Physik - ein Triumph der Gotterkenntnis 
meiner Werke 
1.—4. Tsd., 295 S. 

Wunder der Biologie im Lichte der Gotterkenntnis 
meiner Werke 

1. Band, 1.-2. Tsd., 362 S. 

2. Band, 1.-2. Tsd., 260 S. 


Zusammenstellungen von Matthias Köpke (Stand: Juni/2018) 
als e-Bücher (PDF-Dateien) kostenlos im Internet unter 
www.archive.org . www.scribd.com oder anderen Quellen: 


1. „Das wahre Gesicht von Jakob dem Betrüger“, 2013. 

2. „Das Buch der Kriege Jahwehs“, 2013. 

3. „Kampf für Wahlenthaltung“, 2013. 

4. „Kampfgift Alkohol“, 2013. 

5. „Der Freiheitskampf des Hauses Ludendorff“, 2014. 

6. „Der Papst, oberster Gerichtsherr der BR Deutschland“, 2014. 

7. „Der jüdische Sinn von Beschneidung und Taufe“, 2014. 

8. „Scheinwerfer-Leuchten“, 2014. 

9. „Haus Ludendorff und Wort Gottes“, 2014. 

10. „Jahweh, Esausegen und Jakobs Joch“, 2014. 

11. „Es war vor einhundert Jahren“, 2014. 

12. „Destruction of Freemasonry through Revelation of their 
Secrets“ von Erich Ludendorff; Hrsg, von Matthias Köpke, 2014. 

13. „Schrifttumsverzeichnis von Erich Ludendorff und Dr. Mathilde 

Ludendorff“ Eine Übersicht, 2014. 

14. „Denkschrift: Mit brennender Sorge“, Offener Brief, 2015. 

15. „Drei Irrtümer und ihre Folgen“, Okkultismus, 2015. 

16. „Vom Wesen und Wirken des Bibelgottes Jahweh und seiner Kirche“, 2015 

17. „Warum sind meine Kinder nicht geimpft?“, 2015. 

18. „Erich Ludendorff. Eine Antwort auf Verleumdungen des Toten“, 

19. „Die Hochflut des Okkultismus“, 2016. 

20. „Meine Klage bei den Kirchen- und Rabbinergerichten“, 2016. 

21. „Die Ludendorff-Bewegung und der Nationalsozialismus“, 2017. 

22. „Das offene Tor - Der Esausegen und die überstaatlichen Mächte“, 2017. 

23. „Mathilde Ludendorff. Eine Antwort auf Verleumdungen der Toten“, 2017. 

24. „Der Pensionsprozeß Ludendorff — Eine Dokumentation“, 2018. 

25. „Am Heiligen Quell — Beilage zur Ludendorffs Volkswarte 1929-1931“, 

26. „Mathilde Ludendorffs Bedeutung für die Frauen“, 2017. 

27. „Die Spaltung der Ost- und Westkirche“, 2017. 

28. „Von ,Gott’ zu Gott - Das von Wahn überschattete Wort?“, 2017. 

29. „Der geschichtliche’ und der biblische Jesus“, 2017. 

30. „Das päpstliche Rom gegen das deutsche Reich“, 2017. 

31. „Wahrheit oder Lug und List“, 2017. 

32. „Die Weite der Weltdeutung Mathilde Ludendorffs“, 2017. 

33. „Eine ,vollkommene’ Gesellschaftsordnung?“, 2017. 

34. „Ludendorff und Hitler“, 2018. 

35. „Vergleich einiger Rassenlehren“, 2018. 

36. „Haben die 3 großen Weltreligionen etwas mit der Flüchtlingskrise zu tun?“ 

37. „Mathilde Ludendorffs Auseinandersetzung mit dem Okkultismus“, 2018. 

38. „Die Mission des Rudolf Steiner“, 2018. 

39. „Die Philosophin und der Feldherr“, 2018. 

40. „Warum die Weltfreimaurerei Mathilde Ludendorff so ,liebt’“, 2018. 

41. „Statt okkulter Priesterherrschaft - Gotterkenntnis“, 2018. 

42. „Seelenabrichtung durch Magie und Kult“, 2018. 

43. „Ist die Bibel ein jüdisches Geschichtsbuch?“, 2018. 

44. „Wie wird das Werk Mathilde Ludendorffs im Lehen wirksam?“, 2018. 

45. „Auf der Suche nach Sicherheit und Gewissheit“, 2018. 

46. „Ludendorffsche Philosophie und Darwinismus“, 2018. 

47. Wie frei ist der Mensch? — Gedanken über die Freiheit“, 2018. 

48. „Mathilde Ludendorff und das Ende der Religionen“, 2018. 

49. „Vom Denken in der griechischen Antike bis zur Gegenwart“, 2018. 

50. „Die Gotterkenntnis Ludendorff als zeitgemäße Lösung der Volkserhaltung“, 2018. 




51. „Mathilde Ludendorffs Loslösung vom Christentum und das Werden ihrer 

Gotterkenntnis“, 2018. 

52. „Die Bedeutung Mathilde Ludendorffs für die Welt“, 2018. 

53. „Die ersten Blutopfer ,unserer Freiheit’“, 2018. 

54. „Alles ,zum Besten der Menschheit’ — Ziele und Wege des Illuminatenordens Adam 

Weishaupts“, 2018. 

55. „Wie und warum das Haus Ludendorff zum Gegner der Freimaurerei wurde“, 2018. 

56. „Unser Marxismus — eine unserer Verirrungen“, 2018. 

57. „Omnia instaurare in Christo - Alles in Christus erneuern“, 2018. 


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